EU: Verkaufsverbot für Handys ab Juni

Kein vorgezogener Aprilscherz:

Verbraucher in der Europäischen Union (EU) werden sich möglicherweise ab Sommer schwer  tun, neue elektronische Geräte wie Handys oder Navigationsgeräte zu kaufen.

Im Juni läuft eine bestehende EU-Norm aus, die deren technischen Standards festschreibt, schreibt die „Welt“. Die Kommission in Brüssel hat es demnach versäumt, rechtzeitig eine neue Norm ausarbeiten zu lassen. Die Bundesregierung zeigt sich in einem Brief an die Kommission „besorgt über die fehlende Bereitstellung“ europäischer Normen.

In dem Schreiben an Industriekommissarin Elzbieta Bienkowska, aus dem die „Welt“ zitiert, warnt Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries: „Nach Ablauf der Übergangsfrist werden ab Juni 2017 zahllose neue, innovative Produkte aufgrund fehlender Zulassungsnormen nicht auf den Markt gebracht. Alte Produkte von Tausenden europäischer Hersteller können nicht mehr verkauft und müssten vom Markt genommen werden.“

Ohne eine neue Norm für funktaugliche Geräte drohten „nicht nur volkswirtschaftliche Schäden in allen Mitgliedstaaten und bei zahllosen Unternehmen, sondern auch Gefährdungen für die Arbeitsplätze in der Elektro- und Elektronikindustrie sowie im Handel“, schreibt Zypries.

Die Bundesregierung macht kein Hehl daraus, dass sie die Ursache dafür in der Fehlplanung der Kommission sieht, schreibt die „Welt“. So sei in diesem Fall das „Normungsmandat deutlich später als üblich – nämlich mehr als zwölf Monate nach Veröffentlichung der Richtlinie – an die ETSI ausgereicht worden“, beklagt Zypries.

Die europäische Normierungsbehörde ETSI ist für die Formulierung der Industriestandards zuständig. Auch seien Normen, die bereits von ETSI fertig gestellt und verabschiedet worden seien, nicht von der Kommission veröffentlicht wordne, schreibt Zypries weiter. Das liege an der „zunehmend detaillierten Prüfung, die die Kommission der Veröffentlichung vorschaltet.“

Das Ergebnis sei, dass inzwischen eine Reihe relevanter Baunormen fehle. „Das bedeutet schlicht, dass die Hersteller von Funkprodukten ab Mitte Juni ihre Geräte nicht mehr vertreiben dürften“, sagte Urban Bastert vom Router-Hersteller AVM.

„Die EU-Kommission hat bislang noch keinen substanziellen Lösungsvorschlag unterbreitet. Tut sie dies weiterhin nicht, käme dies einer nahezu vollständigen Blockade des Marktzugangs für die Hersteller von Funkprodukten gleich“, glaubt Bastert.

Zypries bittet die Industriekommissarin nun „herzlich und dringend vor Fristablauf im Sommer einen lösungsorientierten Weg zu beschreiten“.

http://www.mmnews.de/index.php/politik/103588-bericht-vielen-funk-verbot

Telekom schaltet UMTS ab

Ein Thema, zu dem sich die Telekom nicht so gerne äußert: Ihr Technikchef sprach offen über die Zukunft von UMTS/3G und GSM.

Der Technikchef der Telekom Deutschland, Walter Goldenits, hat sich zur Abschaltung von 3G-Mobilfunk geäußert. „UMTS wird der erste Netzlayer sein, den wir abschalten“, sagte er am 17. März 2017. Dagegen werde es 2G noch länger geben.

„GSM wird länger leben als 3G, das brauchen wir als Fallback für Sprache, wenn jemand etwa aus dem Ausland in unser Netz kommt.“

Goldenits legte sich damit jedoch nicht auf einen Zeitpunkt für die Abschaltung fest, sondern sprach nur über die technischen Möglichkeiten. „Die Abschaltung von UMTS ist ein Thema, mit dem wir uns beschäftigen.“

LTE sei auch auf 2.100 MHz möglich, also im UMTS-Bereich, erläuterte Goldenits. Auch hier gebe es Tests.

Der Technikchef der Telekom Deutschland, Walter Goldenits, hat sich zur Abschaltung von 3G-Mobilfunk geäußert. „UMTS wird der erste Netzlayer sein, den wir abschalten“, sagte er am 17. März 2017. Dagegen werde es 2G noch länger geben.

„GSM wird länger leben als 3G, das brauchen wir als Fallback für Sprache, wenn jemand etwa aus dem Ausland in unser Netz kommt.“
Goldenits legte sich damit jedoch nicht auf einen Zeitpunkt für die Abschaltung fest, sondern sprach nur über die technischen Möglichkeiten. „Die Abschaltung von UMTS ist ein Thema, mit dem wir uns beschäftigen.“
LTE sei auch auf 2.100 MHz möglich, also im UMTS-Bereich, erläuterte Goldenits. Auch hier gebe es Tests.
Die Telekom erklärt in ihren Mobilfunkverträgen seit einigen Monaten, dass UMTS nur bis zum Jahresende 2020 verfügbar ist. Dort heißt es: „Die dort aufgeführte Netztechnologie 3G (UMTS – Universal Mobile Telecommunications System – und HSPA – High Speed Packet Access) im Mobilfunknetz der Telekom ist – vorbehaltlich einer Verlängerung – nur bis zum 31.12.2020 verfügbar.“
Damit werde sich aber nur rechtlich darauf vorbereitet, ab dem Jahr 2021 die 3G-Frequenzen abzuschalten oder anders zu nutzen. Das sagte Telekom-Sprecher Niels Hafenrichter Golem.de im Januar 2017. Eine Entscheidung zu einer UMTS-Abschaltung sei aber nicht getroffen worden, betonte er.
Hafenrichter erklärte: „Die in die AGB aufgenommene Änderung bedeutet jedoch nicht, dass das 3G-Netz tatsächlich Ende 2020 abgeschaltet wird. Weder zur Abschaltung selbst, noch zu einem möglichen Zeitpunkt hierfür, sind bisher entsprechende Entscheidungen getroffen worden.“

Nach den Worten von Hafenrichter gebe es derzeit jedoch keinen Beschluss darüber, 3G Ende 2020 abzuschalten beziehungsweise die Frequenzen für andere Netztechnologien wie LTE zu nutzen.

https://www.golem.de/news/mobilfunk-telekom-schaltet-umts-als-erstes-ab-1703-126794.html

Riesendeal voraus – 1.000 Funktürme und 1 Mrd. Börsenwert

Deshalb ist es so mühsam gegen den steigenden Elektrosmog anzukämpfen!

Tower One Wireless Corp steht Unternehmenskreisen zufolge unmittelbar vor dem Abschluss eines Riesendeals. Nach der Übernahme von 10 Mobilfunk-Standorten in dieser Woche soll bereits in der kommenden Woche ein spektakuläres Neugeschäft abgeschlossen werden.

Funktürme sind eines der besten Geschäftsmodelle der Welt. Investoren konnten in den vergangenen Jahren über 10.000% mit Funkturm-Aktien verbuchen. Die Aktien der drei weltweit führenden Funkturm-Konzerne American Tower, Crown Castle und SBA Communications verhundertfachten sich in den vergangenen Jahren jeweils. Funktürme sind das Betongold des Mobilfunk-Sektors. Der explodierende Datenverkehr in den Mobilfunknetzen macht Funktürme zu einem der lukrativsten Geschäftsmodelle der Zukunft.

Die im Funkturm-Sektor sehr erfahrenen Erfolgsmanager von Tower One Wireless Corp. planen in den kommenden Wochen die Übernahme von mehr als 550 Funktürmen. Rund 150 Funktürme pro Jahr haben die Erfolgsmanager in den vergangenen Jahren pro Jahr gebaut. Am Ende stand ein Portfolio von 1.000 Funktürmen. Das würde einer Marktkapitalisierung von bis zu USD 1 Mrd. (926 Mio. EUR) bedeuten. Global Player Crown Castle hat im vergangenen Jahr 365 Funktürme für USD 461 Mio. übernommen.

Funktürme gehören zu den profitabelsten Geschäftsmodellen der Welt. Funktürme sind das Betongold der Mobilfunk-Industrie. Funktürme in Bestlagen werden gleich mehrfach an alle gängigen Mobilfunk-Anbieter vermietet. EBIT-Margen von 60% sind die Regel. Geschäfte werden nur mit solventen AAA-Kunden aus dem Mobilfunk-Sektor gemacht. Der explodierende Datenverkehr macht Funktürme zu einem der wachstumsstärksten Sektoren der Mobilfunk-Welt.

Hunderte Smartphones drahtlos laden durch „Elektrosmog“

Eine scheinbar revolutionäre Technologie von Disney Research soll das kontaktlose Laden vieler Mobilgeräte gleichzeitig erlauben. Das System ähnelt in seiner Funktion entfernt einem WLAN-Netzwerk. Hierzu werden elektrische Ströme durch Metallwände geleitet und die entstehenden magnetischen Felder genutzt. Bisherige Versuche in einem 16 m² großen Labor waren erfolgreich.

Laut den Forschern von Disney kann man mit der QSCR (QuasiStatic Cavity Resonance) genannten Methode gleichzeitig bis zu 300 Smartphones laden. Die Wände sowie die Decke und der Boden des für die Experimente genutzten Labor-Raums sind mit Aluminium-Blechen verkleidet. Der durch diese leitfähigen Materialien fließende Wechselstrom erzeugt ein Magnetfeld, der dann mit entsprechenden Empfangsspulen zum Laden von Mobilgeräten genutzt werden kann.

Machbarkeit ist allerdings nicht zwingend ein gutes Kriterium. Abgesehen davon, daß nicht jeder Zeitgenosse davon begeistert sein dürfte, in einer Art überdimensionierter Tesla-Spule zu sitzen, ergeben sich noch eine Menge anderer Fragen, die mehr als nur eine Augenbraue in die Höhe treiben. Man denke nur an die Kosten solcherart ausgestatteter Räume, denn die Idee, das Aluminium durch leitfähige Wandfarbe zu ersetzen, ist zwar schön, aber mit der benötigten Leistung inkompatibel. Eine so hohe Leistung im Bereich von 1 MHz stellt zudem enorme Anforderungen an die Störtoleranz der in diesem Raum befindlichen Geräte.

Elektrosmog per Gesetz

Mit einem neuen Gesetz will die Bundesregierung für eine stärkere Verbreitung offener WLAN-Netze sorgen.

Ein Entwurf des Wirtschaftsministeriums sieht unter anderem vor, dass Anbieter den Zugang zu solchen Hotspots nicht verschlüsseln müssen. Wer sein WLAN-Netz anderen anbietet, soll auch nicht mehr dafür zahlen müssen, wenn diese darin gegen Recht verstoßen, etwa indem sie illegal Filme herunterladen.

Konkret heißt es in dem Reuters am Montag vorliegenden Entwurf, die WLAN-Betreiber sollten nicht dazu verpflichtet werden dürfen, die persönlichen Daten von Nutzern zu erheben, die Eingabe eines Passworts zu verlangen oder das Anbieten des Dienstes einzustellen. Zudem wird die bisherige Störerhaftung auf Unterlassung abgeschafft. Betreiber der Funknetze müssen damit keine Abmahnkosten mehr fürchten.

Hotspots sind in Deutschland weitaus weniger verbreitet als in anderen Ländern. Als Ursache gilt die Rechtslage: Wer einen Netzanschluss hat, ist bisher wegen der sogenannten Störerhaftung dafür mitverantwortlich, was andere damit tun. Dies schreckt viele Cafes, Restaurants oder Städte ab, einen WLAN-Zugang einzurichten.

Konkret soll nun im Telemediengesetz klargestellt werden, dass eine Haftungsklage gegen die Anbieter von Wi-Fi-Zugängen nicht in Betracht kommt, wenn Kunden etwa illegale Daten herunterladen oder sie zum Download anbieten. Neben Cafes, Restaurants, Hotels und Flughäfen sollen so auch Einzelhändler, Bürgerämter, Touristeninformationen und Arztpraxen ermuntert werden, einen Internet-Zugang anzubieten. Zugleich soll damit die Attraktivität Deutschlands gefördert werden.

Drahtlose Internetzugänge gelten etwa für Cafes, Restaurants und Hotels, auf Flughäfen aber auch in Einkaufszentren und Arztpraxen mittlerweile als wichtiger Wettbewerbsfaktor.

Mit Smartphones Menschen mit Hirnleistungsstörungen behandeln

Die totale Überwachung rückt wieder ein Stück näher!

Das Forschungsprogramm „RADAR-CNS“, das fur Remote Assesment of Disease and Relapse – Central Nervous System steht, hat das Ziel, die Lebensqualität und eventuell auch die Behandlung von Menschen zu verbessern, die an den genannten und anderen chronischen Störungen leiden.

Der Einsatz von Smartphones und tragbaren Geräten ermöglicht eine kontinuierliche Fernüberwachung von Patienten und liefert damit ein umfassendes Bild vom Zustand eines Patienten auf einer Detailebene, wie sie bislang nicht möglich war. Auf der Grundlage dieser Informationen könnte eine Behandlung beginnen, bevor sich der Zustand des Patienten verschlechtert.

Die Software AG bringt wichtige Bestandteile ihrer Digital Business Platform in das Forschungsprojekt ein. Die Digital Business Platform versetzt Forscher in die Lage, in Echtzeit auf noch nie dagewesene Datenmengen zu nutzen, die von intelligenten tragbaren Geräten bereitgestellt werden. Sie erhalten dadurch tief gehende Einblicke in Hirnleistungsstörungen, personalisierte Analysen und können frühe Anzeichen von abnormem Verhalten entdecken. Von Anfang an werden Patienten in das RADAR-CNS-Programm eingebunden, um zu erkennen, welche Symptome vordringlich zu adressieren sind. Nur so können die wichtigsten Symptome eruiert werden, die es zu adressieren gilt. Außerdem können sie die Forscher bei der Implementierung der Messtechnologien beraten, so dass sie für die Patienten attraktiv und auch unter den Aspekten von Privatsphäre und Sicherheit akzeptabel sind.

Quelle: ELEKTRONIKPRAXIS Nr.21 2.11.2016

 

Kinodokumentation „Thank You For Calling“ am 3., 6. und 10. Oktober im Rio-Filmpalast in Münchenzu sehen

Sind Handys doch krebserregend?

Die Kinodokumentation „Thank You For Calling“ zeigt auf: Mobiltelefonie kann – entgegen den Aussagen der Mobilfunkkonzerne – die Gesundheit gefährden. In München ist der Film am 3., 6. und 10. Oktober im Rio-Filmpalast zu sehen.

Am 3. und 6.10. gibt es im Anschluss an die Vorführung Filmgespräche mit dem Regisseur und Mobilfunkexperten, unter anderem mit dem Krebsforscher Prof. Dr. Wilhelm Mosgöller (Medizinische Universität Wien)

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Markus Söder will 20.000 WLAN-Hotspots in Bayern errichten!

20.000 WLAN-HOTSPOTS BIS 2020 IN BAYERN!

„Bayern wird das erste Bundesland mit einem eigenen WLAN-Netz. Bis 2020 wollen wir das  kostenfreie BayernWLAN mit 20.000 Hotspots aufrüsten. Damit sind wir bei der Digitalisierung Nr. 1 in Deutschland. Ausgestattet werden insbesondere Kommunen, Hochschulen, Behörden und Tourismusziele. Im öffentlichen Nahverkehr sollen Pilotprojekte zum BayernWLAN starten“, so Finanzminister Dr. Markus Söder.

Und das obwohl die WHO schon schon im Jahre 2011 hochfrequente WIFI-Strahlung als möglicherweise krebserregend einstufte, wird weiter diskutiert, ob WIFI bzw.  Mobilfunkstrahlung nun schädlich und krebserregend ist oder nicht.

Wir vom Bundesverband Elektrosmog berichteten ständig über aktuelle Meldungen und Studien, die eindeutige Ergebnisse zeigen – jedoch keine Beachtung in Politik und Gesellschaft finden, denn wer mag schon auf Handy & Co verzichten?

Im Juli 2015 veröffentlichten Forscher vom Institute of Experimental Pathology, Oncology and Radiobiology of NAS in Kiew/Ukraine im Magazin Electromagnetic Biology & Medicine eine Übersichtsarbeit (Review) Altbekanntes:
Sie untersuchten 100 verfügbare peer-reviewed Studien, in denen es um die negativen Effekte hochfrequenter Strahlung durch die weit verbreitete WIFI Anwendung ging. In 93 dieser Studien und damit in der überwältigenden Mehrheit stellte man fest, dass die gesundheitsschädlichen und krebserregenden Wirkungen von WIFI Geräten (Handy und Computer) über die längst bekannten Mechanismen erklärt werden können.

Freie-Radikale-Flut durch WIFI

Die hochfrequente Strahlung führt zu oxidativen Prozessen (bekannt als „oxidativer Stress“) und kann auf diese Weise jeder einzelnen Zelle schwere Schäden zuführen – abhängig von der Belastungsintensität. Es kommt zu Stoffwechselstörungen zunächst auf Zellebene, was sich langfristig in schweren systemischen Krankheiten äussert.
Studienautor Dr. Igor Yakymenko bezeichnet die Folgen der weit verbreiteten WIFI Nutzung als Ungleichgewicht zwischen der Entstehung freier Radikale (oxidativer Stress) und der Menge vorhandener Antioxidantien. Es entstehen also in Gegenwart von WIFI Geräten grundsätzlich mehr freie Radikale, als durch die zur Verfügung stehenden Antioxidantien jemals eliminiert werden könnten.
Freie Radikale aber, die nicht eliminiert werden können, beschädigen Zellwände, dann die Erbsubstanz der Zelle (DNA) und beeinträchtigen schliesslich lebenswichtige Zellfunktionen. Gleichzeitig wird die Aktivität der antioxidativen Enzyme gehemmt, was einen geringeren Selbstschutz des Organismus mit sich bringt.

WIFI macht Krebs, Alzheimer und Parkinson wahrscheinlicher

Yakymenko sagt, dass der oxidative Stress infolge des allgegenwärtigen WLAN bzw. WIFI nicht nur das heute gehäufte Krebsauftreten erkläre, sondern auch zu ganz anderen Gesundheitsschäden führen könne, insgesamt also ein hohes krankheitsförderndes Potential habe. Einerseits kann es durch die hochfrequente Strahlung zu den üblichen Unpässlichkeiten wie Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Hautirritationen kommen – besonders dann, wenn man längere Zeit der Strahlung ausgesetzt war. Andererseits können sich daraus auch chronische neurodegenerative Erkrankungen entwickeln, wie Alzheimer und Parkinson.

Quelle: http://www.stmflh.bayern.de/internet/stmf/aktuelles/pressemitteilungen/22957/index.htm

Intelligente Stromzähler – Strahlenschutz ade!

Stromzählen soll künftig digital abgewickelt werden. Doch der vom Bundestag beschlossene Gesetzentwurf zum Einbau von Smart Metern ist im Detail sehr problematisch. Verbraucher müssen mit vielen Nachteilen rechnen

Ein sogenannter intelligenter Stromzähler
Ein sogenannter intelligenter Stromzähler. Bild: picture alliance

Der Begriff smart bedeutet auf deutsch schlau, intelligent, aber auch listig. Gilt all dies nicht auch von dem jetzt im Bundestag beschlossenen Gesetz, das den künftigen Einbau von smarten Messsystemen regeln soll? Steckt im Gesetzesentwurf zur Digitalisierung der Energiewende nicht manch Listiges?

Mit Koalitionsmehrheit wurde er am 23. Juni nicht nur gegen die Stim­men der Opposition, sondern auch gegen Änderungsvorschläge des Bundesrates durchge­setzt. Verbraucherschutzverbände protestierten dagegen. Überhaupt widerspricht der Entwurf dem mehrheitlichen Willen der Bevölkerung, wie Umfragen zeigen. Das konnte gelingen, weil die Formulierungen der folgenreichen Gesetzesvorlage so schwer ver­ständlich waren, dass sich die Frage auf­drängt, wie viel List auch hier am Werk war. Wussten die Abge­ord­neten, worüber sie da abstimmten?

Keine Wahlfreiheit mehr

Die List des Kontextes: Zwar finden sich die neuen Vorschriften über „intelligente“ Stromzähler und Mess­sys­te­me im Gesetz über die „Digitalisierung der Energie­wende“. Der Zusam­menhang greift aber viel weiter als diese Überschrift. Denn der Gesetzentwurf bereitet indirekt den Weg für das „Internet der Dinge“ – und so für allerlei Mehr­wertdienste etwa im Bereich „Betreutes Wohnen“ oder „Kom­fort“. Das hat wenig bis gar nichts mit der „Energiewende“ zu tun. Es geht hier in Wahrheit um die ge­setzes­ge­stütz­te Durch­setzung der digita­len Revolution (auch eine „Wende“!) insbesondere im Interesse von Industrie und Wirt­schaft. Und zwar gegen alle bekannte Kritik an der „smarten Dikta­tur“ (Harald Welzer).

Die List des bestrittenen Zwangs: Das neue Gesetz soll dazu dienen, dass in allen Haushalten ohne deren Zu­stimmung intel­ligente Mess­sys­teme einge­baut werden können. Vornehmlich geht es ums Stromzählen. Dagegen war von Abgeordnetenseite im Vorfeld zu hören, ein entspre­chender Zwang betreffe nur Verbraucher mit einem Jahresverbrauch ab 6000 Kilowatt­stun­den. Wahr ist hinge­gen: Mess­stellenbetreibern soll es ab 2020 er­laubt sein, auch Kund­en mit einem Ver­brauch von unter 6000 Kilowattstunden mit intelligenten Systemen auszu­statten – und zwar unab­hängig von deren Einverständnis. Auch Kleinstanlagen zur Stromer­zeugung wer­den ab 2018 betroffen sein. Ein­schränkungen beziehen sich lediglich auf wirt­schaftliche Ver­tretbarkeit und techni­sche Realisierbarkeit. „Optional“ klingt gut, gilt jedoch nur für den Einbauwunsch auf Seiten der Firmen. Ein „Opt-out“ auf Seiten der Kundschaft besteht ab den genannten Jahren dagegen nicht. Ganz schön schlau!

Die List der bestrittenen Häufigkeit: Gern wurde im Vorfeld der Abstimmung behauptet, es gebe keinen Grund zur Auf­regung, da bei Letzt­verbrauchern unter 6000 Kilowattstunden doch nur einmal im Jahr Daten übermittelt würden. Wahr ist hingegen: Die einmal pro Jahr vorgesehene Über­tragung betrifft lediglich den Standardtarif, nicht die variablen Tarife, die die eigentlichen Vorteile zur Energieeinsparung bringen könnten. Smart Meter Gateways können in mehreren Be­rei­chen mit mehreren Stellen kom­munizieren – etwa zu ex­ternen Marktteilnehmern, zu häuslich anderweitig installierten Zählern und auf Wunsch zu einem Display des Verbrauchers. All dies dürfte per häufigem, womöglich alle paar Sekunden er­fol­gendem Fun­k vonstatten gehen. Problematisch könnte dies gerade in Mehr­fami­lien­häusern werden.

!?

Die List der Behauptung freier Wahl: Dem neuen Gesetz zufolge ist der für die Zähler zuständige Messstellenbetreiber unter bestimmten Aspekten frei wählbar. Doch Listen von wett­bewerblichen Messstellenbetreibern sind nirgends zu haben. Man geht davon aus, dass sich Betreiber direkt in Form von Werbeschreiben oder dergleichen an mögliche Kunden wenden und sich Angebote entwickeln werden, von denen die interes­sier­te Öffentlichkeit Informationen erhält. Fraglich bleibt zudem, ob tatsächlich emissions­arme, insbesondere funkfreie Alter­nativen mittel- und langfristig zur Wahl stehen werden, auf die doch bekanntlich manche Kunden bestehen. Das neue Gesetz setzt hier listig auf den freien Markt statt auf die Freiheit des Indivi­duums. Doch dass der Markt von technologisch-indus­triellen Interessen geprägt wird, wissen alle Schlauen.

Die List purer Ignoranz gegenüber der Strahlenschutzfrage: Beschwichtigend wird oft behaup­tet, Funk-Technologie, wie sie im Zuge der Digitalisierung vielfach zum Einsatz komme, sei gesundheitlich unbe­denk­lich. Wahr ist dage­gen: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat einen Teil elek­tromagnetischer Felder und namentlich auch den mit Hoch­frequenz arbei­tenden Funk als möglicherweise krebser­regend ein­ge­stuft. Kürzlich bekannt gewordene Forschungsergebnisse aus den USA untermauern entsprechende Besorgnisse. Einer der größten Rückversi­che­rer der Welt, die Swiss Re, hat bereits 2013 Mobil­funk in die höchste Risikostufe ein­grup­piert. Voriges Jahr hat der internationale Versiche­rungsmakler Lloyds of London eine Haf­tung für Schäden durch elektro­magnetische Strahlung ausge­schlos­sen. Nicht von unge­fähr warnten schon vor einigen Jahren der Internationale Ärzte-Appell und der Ständige Ausschuss des Euro­parates. Ungeachtet gebotener Vor­sorgepolitik wurden jedoch Fragen des Ge­sundheitsschutzes im neuen Gesetz völlig außen vor gelassen.

Digitales Stromzählen dürfte teurer werden

Die List der fehlenden Garantie auf freie Technikwahl: Nur scheinbar wird der politische Grundsatz der Technikneutralität in dem neuen Gesetz gewahrt. Tatsache ist indessen: Es wird nicht konsequent dafür Sorge getragen, dass Endverbraucher, wenn sie schon Strom unbedingt digital zäh­len lassen müssen, wenig­stens Wahl­mög­lichkeiten innerhalb unterschied­licher digitaler Techniken behalten. Das Bun­desamt für Strahlenschutz hat gemahnt: „Dem Grund­satz des Strahlenschutzes entsprechend, Belastungen wenn möglich zu mini­mie­ren oder ganz zu vermeiden, sollten intelligente Zähler und Messsysteme bevorzugt wer­den, die ihre Daten kabelge­bunden übertragen.“ Doch nirgends wird im neuen Ge­setz ein Recht auf kabelgebundene Zähl­technologie garantiert. Und es findet sich kei­ne Vorsorgerege­lung zu Guns­ten von besonders emissionsarmen kabel­ge­bun­de­nen Technologien wie etwa Ether­net-LAN, Festnetz-DSL oder Glasfaser-Lösun­gen, die aus baubiolo­gischer Sicht einer Über­tragung über die Stromleitungen eines Haushalts (PLC) allemal vorzuziehen wären. Warum wird so viel Freiheit eigentlich nicht mehr gewährleistet?

Die List der verschwiegenen Hacker-Problematik: Das neue Gesetz schützt primär die Interessen von Industrie und Wirtschaft, aber kaum die der Bevölkerung. Das zeigt sich nicht nur daran, dass digitales Strom­zählen teurer wer­den dürfte als analoges, sondern auch an der unzureichenden Berücksichtigung der Möglichkeit von Hackerangriffen auf die total digitali­sierte Infrastruktur. Diese können katastrophale Auswirkungen haben. Heute dagegen gilt die Sicherheit der Stromversorgung laut Bundesnetzagentur noch als so hoch wie nie zuvor.

Digitale Revolution auf dem Vormarsch

Die Freiheit des einen findet bekanntlich ihre Grenzen bei der Freiheit des anderen. Dass dieser ethische Grundsatz im Zuge der digitalen Revolution immer mehr erodiert, dafür sind die zum Teil listig formulierten Regelungen zum digitalen Stromzählen im neuen Gesetz ein trauriges Beispiel. Theoretisch ließen sich die genannten Irritationen noch dadurch einer bürgerfreundlichen Klärung näherbringen, dass der Bundesrat Einspruch erheben würde und der Vermittlungsausschuss angerufen werden müsste. Das brächte in der Folge Zeit für verstärkte Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung, eventuell sogar für eine ein­schlägige Petition.

Auch könnte der Bundespräsident zu dem Ergebnis kommen, dass gegen dieses neue Gesetz so durchgreifende verfassungsrechtliche Bedenken (z.B. mit Blick auf den grundgesetzlichen Schutz der eigenen Wohnung) bestehen, dass er an einer Aus­fertigung gehindert ist. Aber wahrscheinlich wird sich die digitale Revolution auch auf diesem Sektor nicht aufhalten lassen.

Quelle: http://www.cicero.de/berliner-republik/zur-kuenftigen-pflicht-digitalen-stromzaehlens-das-neue-gesetz-ist-listig

Magnetfelder im Gehirn schalten Moral aus!

Magnetfeld schaltet einen wichtigen Hirnbereich für die Moral aus, so entsteht „Seelenblindheit“.  Die Wissenschaftler identifizieren dadurch den für ethisches Urteilvermögen zuständigen Hirnbereich.

Hintergründe: Eine kleine Gehirnregion hinter dem rechten Ohr ist dafür verantwortlich, dass sich der Mensch in die Absichten und Beweggründe anderer einfühlen kann.

Dies haben Wissenschaftler in Experimenten bewiesen, indem sie dieses spezielle Gehirnareal mit einem angelegten Magnetfeld für kurze Zeit einfach ausschalteten. In der Folge haben sich Versuchspersonen bei der Beurteilung einer Handlung als gut oder schlecht lediglich noch auf die Konsequenzen der Handlung berufen (also auf die Logik). Die dahinter steckende Absicht blendeten sie dagegen weitgehend aus. Die Untersuchungsergebnisse dürften unter anderem auch wichtig sein, um Schuldfragen bei Gerichtsfällen in Zukunft besser bewerten zu können.

Als moralische Beurteilung bezeichnen die Wissenschaftler um Liane Young vom Massachusetts Institute of Technology in Cambridge, wenn eine Handlung als gut oder schlecht gewichtet wird. Dabei spielt normalerweise nicht nur die Konsequenz einer Handlung eine Rolle, sondern auch die Absicht und tiefer gehende Überzeugungen. So wird ein Mensch weniger hart über eine Person urteilen, deren Handeln von einer guten Absicht geleitet ist, obwohl die Konsequenzen der Handlung nicht für gut geheißen werden. Bisher war vermutet worden, dass ein kleines Gehirnareal hinter dem rechten Ohr, die sogenannte rechte temporoparietale Übergangsregion (r T P J), bei der moralischen Beurteilung eine Rolle spielt. Mit ihren Experimenten wiesen die Forscher nun nach, dass diese Region sogar entscheidend ist, wenn ein Mensch bei einem moralischen Urteil über die Absichten des Handelnden nachdenkt und diese berücksichtigt.

Es gibt einen Bereich im Gehirn den RTPJ
(Right Temporal Parietal Junction), der ausschließlich
zum Nachdenken über die Gedanken anderer Menschen dient.

Der Test: In der Versuchsanordnung ist die rechte temporoparietale Übergangsregion einer Gruppe von Testpersonen mit starken Magnetfeldern vorübergehend ausgeschaltet worden. Daraufhin mussten diese ein moralisches Urteil über verschiedene Szenarien abgeben. Es zeigte sich, dass die Personen mit ausgeschalteter r T P J deutlich anders urteilten als die Mitglieder einer Kontrollgruppe, bei denen andere Gehirnregionen magnetisch manipuliert wurden. Besonders deutlich wurde der Unterschied bei der Frage nach der Schuld einer Frau, die jemanden mit Absicht vergiften will, aber irrtümlicherweise ein ungiftiges Mittel wählt, so dass das Opfer unbeschadet überlebt. Bei den Probanden mit ausgeschaltetem r T P J kam die Täterin deutlich besser davon als bei der Vergleichsgruppe. Sie urteilten nach Ansicht der Wissenschaftler viel milder, weil sie die Absicht, die hinter der Handlung steckte, weitgehend außer Acht ließen und sich nur auf die Konsequenzen konzentrierten, nämlich den glimpflichen Ausgang für das Opfer. 

Personen, denen mit Magnetfeldern die Gehirnregion r T P J ausgeschaltet wurde, fehlt somit weitgehend ein wesentlicher Teil für eine moralische Beurteilung – der Blick für die Absichten und Überzeugungen des Täters. 

Sie urteilen überspitzt ausgedrückt nach der Regel: Nichts passiert – keine Schuld. Kleinkinder urteilen auf eine vergleichbare Weise, weil sie Zusammenhänge nicht durchschauen. Weitere Untersuchungen sollten deshalb der Frage nachgehen, wie sich das moralische Urteilen in dieser Gehirnregion genau entwickelt, schreiben die Forscher.
Quelle: Liane Young (Massachusetts Institute of Technology, Cambridge) et al: PNAS, Online-Veröffentlichung, doi: 10.1073/pnas.0914826107; LINK: http://www.pnas.org/
und http://web.mit.edu/newsoffice/2010/moral-control-0330.html

Anm.: Der rechte Hirnbereich (im Schnittpunkt zwischen Scheitellappen und Schläfenlappen) ist auch für Empathie -Einfühlungsvermögen- eines Menschen zuständig!
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Andere Untersuchungen deuten darauf hin, dass auch bei Autismus ein Problem mit de r T P J bzw. deren Vernetzung im Gehirn beteiligt ist. („Seelenblindheit“) Siehe dazu auch: 
„Die Spezialisierung der rechten TPJ für Einfühlen und Beziehung, Beeinträchtigungen bei Autismus  LINK: http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1053811911002230

Dieser Artikel kommt von: Eggetsberger-Info, Blogger, Blog: Moral durch Magnetfelder am Gehirn ausgeschaltet!: berücksichtigt. … Es gibt einen Bereich im Gehirn den RTPJ (Right Temporal Parietal Junction), der ausschließlich zum Nachdenken über die Gedanken anderer Menschen dient.