Funk- und Radiostörungen durch LED-Lampen

Unsichtbare Umweltverschmutzung scheint kein Thema“

Rundfunkhörer und Funkamateure entsetzt über aktuelles Vorgehen der Regierung

Momentan dreht sich in Deutschland alles um saubere Luft. Doch was ist mit der elektromagnetischen Verschmutzung der Umwelt, die man nicht sofort riecht oder sieht?“, fragt Christian Entsfellner. Der Funkamateur ist im DARC-Vorstand tätig und kennt sich aus mit der aktuellen Gesetzeslage, die ihm große Sorgen bereitet. „Nach Analyse des neuen Gesetzes über die Elektromagnetische Verträglichkeit stellen wir mit Entsetzen fest, dass trotz der Einwände und Stellungnahmen unserer Experten sowie einer Petition und mahnender Briefe hochrangiger Wissenschaftler seitens der Regierung keine klaren Regeln zur Sicherstellung eines EU-richtlinienkonformen Funkschutzes in das Gesetz eingeflossen sind. Die fortschreitende elektromagnetische Umweltverschmutzung, u.a. auch durch nicht EMV-konforme LED-Lampen, ist zwar nicht sichtbar, aber insbesondere für Radiohörer und Funkamateure deutlich hörbar“, formuliert er zu Recht empört.

Die Funkamateure machen sich schon seit Jahren Sorgen um die funktechnische Nutzbarkeit der elektromagnetischen Umwelt. Nicht nur der Amateurfunkdienst ist bedroht, auch andere funkbasierte Systeme sind betroffen. So entsprechen die Auswirkungen auf den Radioempfang beispielsweise keinesfalls dem Stand der Technik.

Auch der Bayerische Rundfunk kritisiert auf seiner technischen Webseite die zunehmend gestörten DAB+ Aussendungen. Dort heißt es „LED-Lampen sind stromsparende Lichtquellen und finden daher immer breitere Anwendung. Sie sind jedoch häufig auch die Ursache von Funkstörungen, unter anderem bei DAB+ -Programmen. Die EBU (European Broadcasting Union) hat sich dieser Thematik angenommen.“ Quelle: http://www.br.de/unternehmen/inhalt/technik/emv-normung-led-leuchtmittel-100.html.

In vielen Ballungszentren sind DAB+ Radioprogramme oft gar nicht oder nur noch mit häufigen Unterbrechungen zu empfangen. Eine zunehmende Zahl von Autokäufern, die sich auf ein angeblich rauschfreies DAB+ Radio freuen, machen zu Unrecht die KFZ- bzw. Radiohersteller dafür verantwortlich, wenn vor neuen, LED-bestückten Verkehrsampeln oder elektronischen Werbetafeln unverhoffte Empfangsaussetzer die laufende Nachrichtensendung unterbrechen.
Die Ursache liegt aber in der unzureichenden Umsetzung der EU-Richtlinie (2014/30/EU) in dem Gesetz über die elektromagnetische Verträglichkeit von Betriebsmitteln (EMVG).

So schrieb Bundesminister Gabriel während des Gesetzgebungsverfahrens an verschiedene Abgeordnete: „Seit der letzten EMVG-Novelle hat sich der Rundfunkempfangsweg noch weiter weg vom terrestrischen Empfang in Richtung Kabel und IP-TV bewegt; die Kurzwelle wird in Europa kaum noch genutzt. Verschärfte Vorschriften zum Schutz des terrestrischen Rundfunkempfangs sind daher nicht sachgerecht.“

Dieses Gesetz, welches von den Regierungsparteien unter Ablehnung einer neutralen Expertenanhörung im Ausschuss für Wirtschaft und Energie beraten wurde, schafft keinen Funkschutz für alle international anerkannten Funkdienste, obwohl genau diese Funkdienste nach Maßgabe des Erwägungsgrundes 4 der Richtlinie 2014/30/EU (EU-EMV-Richtlinie), als rechtliche Basis zur nationalen EMVG-Novellierung, vorrangig gegen elektromagnetische Störungen zu schützen sind:

(4) Die Mitgliedstaaten sollten gewährleisten, dass Funkdienstnetze, einschließlich Rundfunkempfang und Amateurfunkdienst, die gemäß der Vollzugsordnung für den Funkdienst der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) betrieben werden, Stromversorgungs- und Telekommunikationsnetze sowie die an diese Netze angeschlossene Geräte gegen elektromagnetische Störungen geschützt werden.“

Dieser Alleingang der Bundesrepublik Deutschland im Bereich des Funkschutzes, durch das neue EMVG, eröffnet der Bundesnetzagentur (BNetzA) die Möglichkeit, beim Vorliegen rechtswidriger elektromagnetischer Störungen untätig zu bleiben. Damit verletzt die Bundesrepublik Deutschland internationales Recht, denn sie hat zwar die Radio-Regulations, die für alle Mitgliedsstaaten der Internationalen Fernmeldeunion verbindlich sind (vergleiche Artikel 4 Nr. 3 der ITU-Konstitution und Konvention), unterzeichnet und ratifiziert, beachtet jedoch viele der grundlegenden Forderungen dieser Regeln lediglich nach Gutdünken.

In der Richtlinie 2014/30/EU sind alle Funkdienste gemäß den Grundlegenden Anforderungen an die elektromagnetische Verträglichkeit gleichwertig vor nicht konformen Betriebsmitteln zu schützen. Erst der deutsche Gesetzgeber hat Abstufungen definiert und für den Rundfunk und Amateurfunkdienst Benachteiligungen eingeführt, die es der ausführenden Behörde erlauben, in Störungsfällen betroffene Rundfunkhörer und Funkamateure mit geringem Erfüllungsaufwand abzuweisen!

Die Umsetzung dieses Gesetzesinhaltes bedeutet letztlich auch für alle Bürger der Bundesrepublik Deutschland den Verlust des richtlinienkonformen nationalen- und internationalen Radioempfangs und damit den Verlust der Informationsfreiheit unmittelbar von den Quellen! Radiosender, insbesondere in totalitären Staaten mit Internetzensur, geben dort der Opposition eine Stimme. Für sie gibt es oft keine anderen Ausbreitungswege als das Medium Rundfunk.

„Normalbürger“, sprich alle Radiohörer sowie Fernsehzuschauer, haben ebenso wie wir Funkamateure das Nachsehen und müssen sich künftig weiter mit den bereits praktizierten, rechtlich unbestimmten Verhältnismäßigkeitsabwägungen der BNetzA bei der Störungsbearbeitung zufriedengeben. Soll heißen: Die „Interessen“ beim Betrieb von störenden Betriebsmitteln, darunter PLC-Abstrahlungen, LED-Lampen oder Schaltnetzteile, werden gegen die Verpflichtung zur vorrangigen Anwendung der Grundlegenden Anforderungen zu Unrecht einseitig abgewogen. Die Lobby elektromagnetischer Störungsoszillatoren (Einsparung von Bauteilen zur Entstörung in Leuchten und Schaltnetzteilen zur unlauteren Kostenreduzierung) dürfte indes voll zufrieden sein, dass es Herrn Gabriel im EMVG durch Bundestagsbeschluss, entgegen allem Widerstand gelungen ist, die Bundesnetzagentur von unserer elektromagnetischen Umgebung so lange fernzuhalten, bis endlich ganze öffentliche Telekommunikationsnetze ausfallen, Leib und Leben- oder höhere Sachwerte betroffen sind (§ 27 und § 28 EMVG).

„Damit hat die Politik vor einer immer weiter um sich greifenden Verschmutzung unserer elektromagnetischen Umgebung kapituliert. Anstatt endlich EU-richtlinienkonform durchzugreifen, weicht man das Gesetz weiter auf. Die naturgegebene Ressource einer weltweiten drahtlosen Kommunikation wird per Gesetz für elektromagnetische Störungen freigegeben“, so Entsfellner und führt weiter an: „Die Formulierungen in den Schreiben von Herrn Sigmar Gabriel an MdB zur EMVG-Novellierung im Jahre 2016, mit denen er zum Ausdruck bringt, dass es keinen Rechtsanspruch auf ungestörten Rundfunkempfang gebe, weil ja auch Rundfunksender im Internet zur Verfügung ständen, machen sehr nachdenklich. Diese massive Einschränkung der Informationsübermittlung von der Quelle verstößt gegen Artikel 11 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union und Artikel 5 unseres Grundgesetzes!“

Der Deutsche Amateur Radio Club e.V., Mitglied im Runden Tisch Amateurfunk (RTA), fordert von der Bundesregierung und der Exekutive (BNetzA):

  • ein klares und EU-richtlinienkonformes Bekenntnis zu einer für alle Funkdienste nutzbaren elektromagnetischen Umgebung gemäß den grundlegenden Anforderungen an die elektromagnetische Verträglichkeit von Betriebsmitteln (§4, Ziff. 2 EMVG)
  • Verstöße gegen die Grundlegenden Anforderungen an die Elektromagnetische Verträglichkeit zu verfolgen, und nicht EMVG-konforme Produkte unverzüglich aus dem Verkehr zu ziehen.
  • Die Strafen für nicht konforme Produkte spürbar zu erhöhen und dem Importeur aufzuerlegen.
  • Nichtkooperative Betreiber elektromagnetischer Störungsquellen durch Zwangsgelder zur Mitarbeit und Stilllegung des betreffenden Betriebsmittels zu veranlassen.
  • Die BNetzA „kann“ zwar gemäß § 27 EMVG bei Funkstörungen tätig werden, muss es aber nicht. Die in § 27 EMVG enthaltenen Formulierungen sind Kriterien zur rein subjektiven Abwägung. Diese sind für die Exekutive (BNetzA) mit klarem Beauftragungscharakter zur Klärung und Beseitigung elektromagnetischer Störungen zweifelsfrei zu formulieren.
  • Die Arbeitsanweisung des Prüf- und Messdienstes der BNetzA muss deutlich regeln, dass die Grundrechte der Bürger (GG § 5 und EU-Grundrechte Charta § 11) entsprechend dem Stand der Technik zu schützen sind!

Kontakt zum DARC-Referat EMV:

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LED-Licht könnte toxisch sein

Ein Forschungsteam des Inserm hat gezeigt, dass LED-Licht potenziell toxisch für die Augen ist. Zur Untersuchung wurden Ratten in drei Gruppen aufgeteilt, um die Wirkungen verschiedener Lichtquellen zu vergleichen.

„Das LED-Licht ist potenziell toxisch für die Augen“, sagt das Forschungsteam des Inserm. „Diese Beleuchtung kommt täglich zum Einsatz und könnte die altersbedingte Makuladegeneration aufgrund bestimmter Wellenlängen fördern.“ Zur Untersuchung dieses Problems wurden Ratten in drei Gruppen aufgeteilt, um die Wirkungen verschiedener Lichtarten zu vergleichen – LED, Glühbirne und Kaltkathodenlampe (Leuchtröhre). Die Forscher setzten die Ratten zunächst über 24 Stunden einer hohen Lichtintensität (6000 Lux) aus und konnten beobachten, dass unabhängig von der Lichtquelle ein Entzündungsprozess einsetzte, der den Zelltod (Apoptose) förderte.

War die Lichtintensität geringer als 500 Lux, wie in einer normalen Wohnung, wurde die Netzhaut der Ratten nur durch das LED-Licht beeinträchtigt, jedoch nicht von den anderen Lichtquellen. Die Ursache dieser Schädigungen liegt im blauen Licht begründet, das in LEDs mit gelbem Licht vermischt wird, um weißes Licht zu erzeugen. Sie sind wirtschaftlicher und seit 2005 von der Europäischen Kommission vorgeschrieben. Weitere Forschungen sind also notwendig, um das mögliche Phototoxizitätspotenzial von LED vollständig aufzudecken.

Nach Meinung der EU-Kommission stellen LEDs kein Gesundheitsrisiko dar

In einer vorläufigen Stellungnahme äußerte sich die Europäische Kommission zu potenziell gesundheitsschädigenden Auswirkungen von LEDs. Sie kam zu dem Schluss, dass nach derzeitigem Forschungsstand keine Gefahr von LEDs ausgeht. Jedoch können LEDs den circadianen Rhythmus (Schlaf-Wach-Zyklus) beeinflussen.

Der Effekt optischer Strahlung ist stark von der Wellenlänge des Lichts abhängig, zudem beeinflussen beispielsweise die Lichtintensität, die Dauer der Aussetzung sowie die Gesundheit des Auges die Auswirkungen von LEDs auf den Menschen. Neben diesen Faktoren berücksichtigte das Scientific Committee on Health, Environmental and Emerging Risks (SCHEER) auch Strahldichte und Bestrahlungsstärke, aber konnte in veröffentlichten Studien keinerlei Belege finden, dass LEDs sich schädlich auf den Menschen auswirken. Bisherige Studien fanden auch keinerlei Hinweise auf Langzeitfolgen, was aber auch daran liegt, dass die Technologie noch nicht sehr lange auf dem Markt ist.

Zwar gibt es Studien mit Tieren, in denen sich LEDs negativ auswirken, jedoch können diese nicht auf den Menschen übertragen werden. Die EU-Kommission sieht aber einige Ergebnisse für anfällige Personengruppen wie Kinder oder Senioren als bedenklich an. Zudem führten flackernde LED-Lichter bei einem kleinen Personenkreis auch zu Kopfschmerzen und Migräne. SCHEER merkte aber auch an, dass es keinen technischen Grund für flackernde LEDs gibt.

Das Komitee wies aber auch daraufhin, dass sich der Gebrauch von LED-Displays mit kurzwelligem Licht (bis zu 480 nm) vor dem Zubettgehen auf den circadianen Rhythmus auswirken, in diesem Fall den Schlaf-Wach-Rhythmus. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es aber noch nicht klar, ob diese Störungen sich negativ auf den Gesundheitszustand auswirken.

Quelle: http://www.all-electronics.de/led-licht-koennte-toxisch-sein/

Artikel wurde entfernt. Informationen zum Thema kann auf Vogel.de gelesen werden

 

http://www.elektrotechnik.vogel.de

Gleichstrom – eine echte Alternative?

Bundestag beschließt das Ende der UKW/MW/LW-Radios

Das ist die typische Situation hier in Deutschland! Im GG steht klar und deutlich das alle Macht vom Volke ausgeht. Anstatt den Willen der Bevölkerung zu akzepieren hagelt es Zwangsmaßnahmen. Daß immer noch so viele UKW-Radio hören wird nicht akzeptiert; da man nicht freiwillig auf Digital umsteigen will wird man nun dazu gezwungen.

Anfang Juni hat der deutsche Bundestag – weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit – mit der „vierten Änderung des Telekommunikationsgesetzes“ ein faktisches Verkaufsverbot von „normalen Radios“ beschlossen, und dies im wahrsten Sinne des Wortes in einer Nacht-und-Nebel-Aktion, nämlich um 2 Uhr morgens…

Was steckt dahinter und ist dies als Fortschritt zu begrüßen oder staatliche Gängelei?

Zunächst zum Inhalt: In der vierten Änderung des Telekommunikationsgesetzes geht es darum, dass die Verbreitung des digitalen Hörfunks wie etwa DAB, der schon seit Jahrzehnten propagiert wird, beim Bürger de fakto auf Ablehnung stößt. Etwa 94 % der Bundesbürger hören auch im Jahre 2017 stur und steif Radio via UKW und weigern sich per Abstimmung mit den Füßen, sich neue Radios mit den neuesten Features zuzulegen. Nicht einmal beim Neukauf kann der digitale Rundfunk zu den (mittlerweile stark gesunkenen) Mehrausgaben für digitale Radiotechnik verführen. Während im TV-Bereich jeder kleinste technische Pups sofort zumindest mitgekauft wird, ist das beim Radio anders. Warum sich die Leute genau hier technisch verweigern, ist schwierig zu ermitteln. Vermutlich ist UKW-Radio einfach „gut genug“ und ein Mehrwert für die Hörer nicht erkennbar.

Der Bundestag hat nun nach jahrelangen Beratungen und Verhandlungen den Weg zu einem gesetzlichen Verbot des Verkaufs von Radios freigemacht, die keinen digitalen Empfangsteil haben, also kein DAB+ oder Internet-Radio unterstützen. Es wird also nicht darauf vertraut, dass sich die bessere Technik durchsetzt oder sich gefragt, warum die digitale Technik beim Radio eben genau nicht gewollt ist. Das Prozedere ähnelt mehr dem Motto: Ist der Bürger nicht willig, so kommt staatlicher Zwang.

Erfahrungen mit DAB

Die Leute die auf Digital umgestiegen sind haben erfahren was das bedeutet: Erst DAB-Geräte gekauft um diese schon nach wenigen Jahren wegen Umstieg auf DAB+ entsorgen zu müssen mangels Kompatibilität! Wenn man nun ein neues DAB+ Gerät kauft muß man sich schon fragen wie lange man das auch nutzen kann, denn was kommt nach DAB+? Vielleicht DAB++ oder DAB2 bei dem man sich wieder ein neues Gerät kaufen muß?

Die Folgen

Radios werden nächstes Jahr teurer (zumindest ein bisschen) und die Umstellung auf digitale Technik ist irgendwann denkbar, denn bislang hätte der Versuch, die UKW-Sender abzuschalten, wohl ziemlichen Protest verursacht – darüber nachgedacht hat der Gesetzgeber schon mehrfach. Es wird aber weiterhin offen bleiben, ob diesmal der Bürger die Sache aussitzt und trotzdem schön weiter UKW-Radio hört. Zumindest im Auto ist das Alles-oder-Nichts-Verhalten von DAB schon störend aufgefallen. Und dann? Wird dann doch der UKW-Rundfunk per Order di Mufti abgeschaltet und alle alten Radios in Elektroschrott verwandelt so wie schon in Norwegen?

Teurer Elektroschrott

In Norwegen wird seit Januar 2017 sukzessive Bundesland für Bundesland von UKW getrennt, d.h. es wird abgeschaltet. Für die in Norwegen lebenden Menschen bedeutet es, dass im Schnitt 5 Radios pro Haushalt als Elektronikschrott anfallen. Im Auto benötigt man einen „DAB+ – Adapter“ mit Scheibenantenne und fliegender Verdrahtung am Armaturenbrett, mikroskopisch kleine Bedienknöpfe und das vielleicht in einem teuren Auto. Und der Adapterspass kostet rund €300 für das Auto.

Wir werden sehen…

Quelle: https://www.elektormagazine.de/embed/news/bundestag-beschliesst-das-ende-der-ukw-mw-lw-radios

EU: Verkaufsverbot für Handys ab Juni

Kein vorgezogener Aprilscherz:

Verbraucher in der Europäischen Union (EU) werden sich möglicherweise ab Sommer schwer  tun, neue elektronische Geräte wie Handys oder Navigationsgeräte zu kaufen.

Im Juni läuft eine bestehende EU-Norm aus, die deren technischen Standards festschreibt, schreibt die „Welt“. Die Kommission in Brüssel hat es demnach versäumt, rechtzeitig eine neue Norm ausarbeiten zu lassen. Die Bundesregierung zeigt sich in einem Brief an die Kommission „besorgt über die fehlende Bereitstellung“ europäischer Normen.

In dem Schreiben an Industriekommissarin Elzbieta Bienkowska, aus dem die „Welt“ zitiert, warnt Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries: „Nach Ablauf der Übergangsfrist werden ab Juni 2017 zahllose neue, innovative Produkte aufgrund fehlender Zulassungsnormen nicht auf den Markt gebracht. Alte Produkte von Tausenden europäischer Hersteller können nicht mehr verkauft und müssten vom Markt genommen werden.“

Ohne eine neue Norm für funktaugliche Geräte drohten „nicht nur volkswirtschaftliche Schäden in allen Mitgliedstaaten und bei zahllosen Unternehmen, sondern auch Gefährdungen für die Arbeitsplätze in der Elektro- und Elektronikindustrie sowie im Handel“, schreibt Zypries.

Die Bundesregierung macht kein Hehl daraus, dass sie die Ursache dafür in der Fehlplanung der Kommission sieht, schreibt die „Welt“. So sei in diesem Fall das „Normungsmandat deutlich später als üblich – nämlich mehr als zwölf Monate nach Veröffentlichung der Richtlinie – an die ETSI ausgereicht worden“, beklagt Zypries.

Die europäische Normierungsbehörde ETSI ist für die Formulierung der Industriestandards zuständig. Auch seien Normen, die bereits von ETSI fertig gestellt und verabschiedet worden seien, nicht von der Kommission veröffentlicht wordne, schreibt Zypries weiter. Das liege an der „zunehmend detaillierten Prüfung, die die Kommission der Veröffentlichung vorschaltet.“

Das Ergebnis sei, dass inzwischen eine Reihe relevanter Baunormen fehle. „Das bedeutet schlicht, dass die Hersteller von Funkprodukten ab Mitte Juni ihre Geräte nicht mehr vertreiben dürften“, sagte Urban Bastert vom Router-Hersteller AVM.

„Die EU-Kommission hat bislang noch keinen substanziellen Lösungsvorschlag unterbreitet. Tut sie dies weiterhin nicht, käme dies einer nahezu vollständigen Blockade des Marktzugangs für die Hersteller von Funkprodukten gleich“, glaubt Bastert.

Zypries bittet die Industriekommissarin nun „herzlich und dringend vor Fristablauf im Sommer einen lösungsorientierten Weg zu beschreiten“.

http://www.mmnews.de/index.php/politik/103588-bericht-vielen-funk-verbot

Telekom schaltet UMTS ab

Ein Thema, zu dem sich die Telekom nicht so gerne äußert: Ihr Technikchef sprach offen über die Zukunft von UMTS/3G und GSM.

Der Technikchef der Telekom Deutschland, Walter Goldenits, hat sich zur Abschaltung von 3G-Mobilfunk geäußert. „UMTS wird der erste Netzlayer sein, den wir abschalten“, sagte er am 17. März 2017. Dagegen werde es 2G noch länger geben.

„GSM wird länger leben als 3G, das brauchen wir als Fallback für Sprache, wenn jemand etwa aus dem Ausland in unser Netz kommt.“

Goldenits legte sich damit jedoch nicht auf einen Zeitpunkt für die Abschaltung fest, sondern sprach nur über die technischen Möglichkeiten. „Die Abschaltung von UMTS ist ein Thema, mit dem wir uns beschäftigen.“

LTE sei auch auf 2.100 MHz möglich, also im UMTS-Bereich, erläuterte Goldenits. Auch hier gebe es Tests.

Der Technikchef der Telekom Deutschland, Walter Goldenits, hat sich zur Abschaltung von 3G-Mobilfunk geäußert. „UMTS wird der erste Netzlayer sein, den wir abschalten“, sagte er am 17. März 2017. Dagegen werde es 2G noch länger geben.

„GSM wird länger leben als 3G, das brauchen wir als Fallback für Sprache, wenn jemand etwa aus dem Ausland in unser Netz kommt.“
Goldenits legte sich damit jedoch nicht auf einen Zeitpunkt für die Abschaltung fest, sondern sprach nur über die technischen Möglichkeiten. „Die Abschaltung von UMTS ist ein Thema, mit dem wir uns beschäftigen.“
LTE sei auch auf 2.100 MHz möglich, also im UMTS-Bereich, erläuterte Goldenits. Auch hier gebe es Tests.
Die Telekom erklärt in ihren Mobilfunkverträgen seit einigen Monaten, dass UMTS nur bis zum Jahresende 2020 verfügbar ist. Dort heißt es: „Die dort aufgeführte Netztechnologie 3G (UMTS – Universal Mobile Telecommunications System – und HSPA – High Speed Packet Access) im Mobilfunknetz der Telekom ist – vorbehaltlich einer Verlängerung – nur bis zum 31.12.2020 verfügbar.“
Damit werde sich aber nur rechtlich darauf vorbereitet, ab dem Jahr 2021 die 3G-Frequenzen abzuschalten oder anders zu nutzen. Das sagte Telekom-Sprecher Niels Hafenrichter Golem.de im Januar 2017. Eine Entscheidung zu einer UMTS-Abschaltung sei aber nicht getroffen worden, betonte er.
Hafenrichter erklärte: „Die in die AGB aufgenommene Änderung bedeutet jedoch nicht, dass das 3G-Netz tatsächlich Ende 2020 abgeschaltet wird. Weder zur Abschaltung selbst, noch zu einem möglichen Zeitpunkt hierfür, sind bisher entsprechende Entscheidungen getroffen worden.“

Nach den Worten von Hafenrichter gebe es derzeit jedoch keinen Beschluss darüber, 3G Ende 2020 abzuschalten beziehungsweise die Frequenzen für andere Netztechnologien wie LTE zu nutzen.

https://www.golem.de/news/mobilfunk-telekom-schaltet-umts-als-erstes-ab-1703-126794.html

Riesendeal voraus – 1.000 Funktürme und 1 Mrd. Börsenwert

Deshalb ist es so mühsam gegen den steigenden Elektrosmog anzukämpfen!

Tower One Wireless Corp steht Unternehmenskreisen zufolge unmittelbar vor dem Abschluss eines Riesendeals. Nach der Übernahme von 10 Mobilfunk-Standorten in dieser Woche soll bereits in der kommenden Woche ein spektakuläres Neugeschäft abgeschlossen werden.

Funktürme sind eines der besten Geschäftsmodelle der Welt. Investoren konnten in den vergangenen Jahren über 10.000% mit Funkturm-Aktien verbuchen. Die Aktien der drei weltweit führenden Funkturm-Konzerne American Tower, Crown Castle und SBA Communications verhundertfachten sich in den vergangenen Jahren jeweils. Funktürme sind das Betongold des Mobilfunk-Sektors. Der explodierende Datenverkehr in den Mobilfunknetzen macht Funktürme zu einem der lukrativsten Geschäftsmodelle der Zukunft.

Die im Funkturm-Sektor sehr erfahrenen Erfolgsmanager von Tower One Wireless Corp. planen in den kommenden Wochen die Übernahme von mehr als 550 Funktürmen. Rund 150 Funktürme pro Jahr haben die Erfolgsmanager in den vergangenen Jahren pro Jahr gebaut. Am Ende stand ein Portfolio von 1.000 Funktürmen. Das würde einer Marktkapitalisierung von bis zu USD 1 Mrd. (926 Mio. EUR) bedeuten. Global Player Crown Castle hat im vergangenen Jahr 365 Funktürme für USD 461 Mio. übernommen.

Funktürme gehören zu den profitabelsten Geschäftsmodellen der Welt. Funktürme sind das Betongold der Mobilfunk-Industrie. Funktürme in Bestlagen werden gleich mehrfach an alle gängigen Mobilfunk-Anbieter vermietet. EBIT-Margen von 60% sind die Regel. Geschäfte werden nur mit solventen AAA-Kunden aus dem Mobilfunk-Sektor gemacht. Der explodierende Datenverkehr macht Funktürme zu einem der wachstumsstärksten Sektoren der Mobilfunk-Welt.

Hunderte Smartphones drahtlos laden durch „Elektrosmog“

Eine scheinbar revolutionäre Technologie von Disney Research soll das kontaktlose Laden vieler Mobilgeräte gleichzeitig erlauben. Das System ähnelt in seiner Funktion entfernt einem WLAN-Netzwerk. Hierzu werden elektrische Ströme durch Metallwände geleitet und die entstehenden magnetischen Felder genutzt. Bisherige Versuche in einem 16 m² großen Labor waren erfolgreich.

Laut den Forschern von Disney kann man mit der QSCR (QuasiStatic Cavity Resonance) genannten Methode gleichzeitig bis zu 300 Smartphones laden. Die Wände sowie die Decke und der Boden des für die Experimente genutzten Labor-Raums sind mit Aluminium-Blechen verkleidet. Der durch diese leitfähigen Materialien fließende Wechselstrom erzeugt ein Magnetfeld, der dann mit entsprechenden Empfangsspulen zum Laden von Mobilgeräten genutzt werden kann.

Machbarkeit ist allerdings nicht zwingend ein gutes Kriterium. Abgesehen davon, daß nicht jeder Zeitgenosse davon begeistert sein dürfte, in einer Art überdimensionierter Tesla-Spule zu sitzen, ergeben sich noch eine Menge anderer Fragen, die mehr als nur eine Augenbraue in die Höhe treiben. Man denke nur an die Kosten solcherart ausgestatteter Räume, denn die Idee, das Aluminium durch leitfähige Wandfarbe zu ersetzen, ist zwar schön, aber mit der benötigten Leistung inkompatibel. Eine so hohe Leistung im Bereich von 1 MHz stellt zudem enorme Anforderungen an die Störtoleranz der in diesem Raum befindlichen Geräte.

Elektrosmog per Gesetz

Mit einem neuen Gesetz will die Bundesregierung für eine stärkere Verbreitung offener WLAN-Netze sorgen.

Ein Entwurf des Wirtschaftsministeriums sieht unter anderem vor, dass Anbieter den Zugang zu solchen Hotspots nicht verschlüsseln müssen. Wer sein WLAN-Netz anderen anbietet, soll auch nicht mehr dafür zahlen müssen, wenn diese darin gegen Recht verstoßen, etwa indem sie illegal Filme herunterladen.

Konkret heißt es in dem Reuters am Montag vorliegenden Entwurf, die WLAN-Betreiber sollten nicht dazu verpflichtet werden dürfen, die persönlichen Daten von Nutzern zu erheben, die Eingabe eines Passworts zu verlangen oder das Anbieten des Dienstes einzustellen. Zudem wird die bisherige Störerhaftung auf Unterlassung abgeschafft. Betreiber der Funknetze müssen damit keine Abmahnkosten mehr fürchten.

Hotspots sind in Deutschland weitaus weniger verbreitet als in anderen Ländern. Als Ursache gilt die Rechtslage: Wer einen Netzanschluss hat, ist bisher wegen der sogenannten Störerhaftung dafür mitverantwortlich, was andere damit tun. Dies schreckt viele Cafes, Restaurants oder Städte ab, einen WLAN-Zugang einzurichten.

Konkret soll nun im Telemediengesetz klargestellt werden, dass eine Haftungsklage gegen die Anbieter von Wi-Fi-Zugängen nicht in Betracht kommt, wenn Kunden etwa illegale Daten herunterladen oder sie zum Download anbieten. Neben Cafes, Restaurants, Hotels und Flughäfen sollen so auch Einzelhändler, Bürgerämter, Touristeninformationen und Arztpraxen ermuntert werden, einen Internet-Zugang anzubieten. Zugleich soll damit die Attraktivität Deutschlands gefördert werden.

Drahtlose Internetzugänge gelten etwa für Cafes, Restaurants und Hotels, auf Flughäfen aber auch in Einkaufszentren und Arztpraxen mittlerweile als wichtiger Wettbewerbsfaktor.

Mit Smartphones Menschen mit Hirnleistungsstörungen behandeln

Die totale Überwachung rückt wieder ein Stück näher!

Das Forschungsprogramm „RADAR-CNS“, das fur Remote Assesment of Disease and Relapse – Central Nervous System steht, hat das Ziel, die Lebensqualität und eventuell auch die Behandlung von Menschen zu verbessern, die an den genannten und anderen chronischen Störungen leiden.

Der Einsatz von Smartphones und tragbaren Geräten ermöglicht eine kontinuierliche Fernüberwachung von Patienten und liefert damit ein umfassendes Bild vom Zustand eines Patienten auf einer Detailebene, wie sie bislang nicht möglich war. Auf der Grundlage dieser Informationen könnte eine Behandlung beginnen, bevor sich der Zustand des Patienten verschlechtert.

Die Software AG bringt wichtige Bestandteile ihrer Digital Business Platform in das Forschungsprojekt ein. Die Digital Business Platform versetzt Forscher in die Lage, in Echtzeit auf noch nie dagewesene Datenmengen zu nutzen, die von intelligenten tragbaren Geräten bereitgestellt werden. Sie erhalten dadurch tief gehende Einblicke in Hirnleistungsstörungen, personalisierte Analysen und können frühe Anzeichen von abnormem Verhalten entdecken. Von Anfang an werden Patienten in das RADAR-CNS-Programm eingebunden, um zu erkennen, welche Symptome vordringlich zu adressieren sind. Nur so können die wichtigsten Symptome eruiert werden, die es zu adressieren gilt. Außerdem können sie die Forscher bei der Implementierung der Messtechnologien beraten, so dass sie für die Patienten attraktiv und auch unter den Aspekten von Privatsphäre und Sicherheit akzeptabel sind.

Quelle: ELEKTRONIKPRAXIS Nr.21 2.11.2016